war’s das?

Als ich vor einem Jahr meine Stelle kündigte, wusste ich nicht, was wird. Ich hatte keine konkrete Vorstellung von einem Beruf, der mich glücklich machen würde. Ich wusste aber sehr wohl, was ich nicht mehr machen konnte: Weiter so.

Ich habe seitdem viel gelernt und erfahren. Ich bin gnadenlos der eigenen Nase hinterhergelaufen. Was macht mir Spaß? Was interessiert mich? 17. Jahrhundert, Bier brauen, Jura, Küche. Ich habe mit einer Nonne über Ihre Berufung gesprochen, mit dem Jugendleiter eines Bundesligisten, mit einem Biologie-Professor, einer Rugby-Spielerin. Viel geträumt, ein bisschen gegrübelt und an ein paar Abenden nachts nicht schlafen können. Vor Angst, was wohl mit mir wird.

Fragen, Fragen fragen

Wie schafft man sich eine neue Arbeitsgrundlage? Wie findet man einen Beruf, der einen erfüllt? Und: Wie macht man das, wenn man nicht mehr 20 ist? Nicht mehr 25. Und so. Wie macht man das, wenn man ja eigentlich schon etwas sein könnte? Wenn man eigentlich schönes Geld verdienen könnte? Wenn eine ganze Reihe Freunde Dinge tun, die man selbst jetzt erstmal nicht mehr macht. Stattdessen: Ein „radical sabbatical“. Nur ohne das „Sabbatical“.

Fragen, Fragen. Die Zeit schritt voran und inmitten all der Fragen, fiel mir eines Tages auf, dass ich eigentlich schon ziemlich genau das machte, wofür ich auch gerne bezahlt werden würde. Bloggen, schreiben, vernetzen. Sollte ich daher nicht mal etwas konkreter werden, mit der Suche nach der Arbeit?

Ja. Und ich bewarb mich für ein Praktikum bei der Huffington Post.

Nach München

Ein paar Monate später war es dann soweit und seitdem ist so viel passiert, dass ich weder nachkomme mit nachdenken noch mit nachschreiben. Daher jetzt einfach mal kompakt: Gegen Ende des Praktikums, im Dezember, bat ich meinen Chef um ein Abschlussgespräch. Ich bedankte mich und erzählte, wie viel Spaß es mir gemacht hätte. Daraufhin mein Chef: „Warum bleibst Du dann nicht?!“

Ja, warum bleibe ich nicht? Mir fiel da auch nichts ein.

Denn wer kann einen Beruf, inkl. Kollegen, Chef, Kantine, Arbeitszeiten, Schreibtischstuhl und Unternehmen schon mal drei Monate ausprobieren? Und dann immer noch richtig Lust drauf haben?

Daher ziehe ich am Freitag nach München. In einer Woche ist mein erster „echter“, festangestellter Arbeitstag bei der Huffington Post. Ich freue mich!

Weiter geht’s

War’s das also? Auf keinen Fall! Mit der Arbeit geht es jetzt erst richtig los. Und ich habe noch die ein und andere Idee in petto. Daher gilt auch, und vor allem, für diesen Blog: Das war’s noch lange nicht!

Aber an dieser Stelle dennoch eine kleine Zäsur und ein großes Danke: Für Eure Lesezeit und für Euren Zuspruch.

danke

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