Puh! 2014, was’n Jahr….

2014, auf den letzten Metern hattest Du es aber eilig. Eben war doch noch Oktober. Und jetzt? Fast schon wieder Karneval.

Aber bevor es losgeht, das neue Jahr, möchte ich nochmal kurz innehalten und mich umschauen: 2014, das schulde ich Dir.

2014: Da habe ich all meinen Mut und meine Verzweiflung zusammengeschnürt und meinen Job gekündigt. Ohne den, wirklich, alles besser geworden ist. Bis auf mein Riester-Konto.

kündigung

2014: Da habe ich kurzfristig Daytime-TV entdeckt. Mehr Bücher Akten gelesen als im Jahr davor. Da habe ich dank der Unterstützung von tollen Menschen, Online-Marketing machen lernen dürfen und war dabei sogar krankenversichert. Und habe ansonsten freudig rumprobiert und aufgesogen: Pasties backen, einen Bundesligisten verklagen, endlich mal in einer Profi-Küche arbeiten und, mein persönliches Highlight, von dem ich Euch noch den Bericht schulde: Bier brauen. Viel Bier getrunken habe ich auch.

2014, ich habe auch viel behauptet in diesem Jahr. Das ging schon mit diesem Blog los: vonderarbeit! Ich habe dafür wildfremde Menschen angeschrieben und sie gefragt, ob sie mir etwas von ihrer Arbeit erzählen würden. Habe alte Bekannte mit meinen Fragebogen-Anfragen genervt und gelernt, dass Interviews führen gar nicht so leicht ist. Ich habe „es“ überhaupt ziemlich rausgetragen in die Welt. Und im Dezember war ich dann sogar als offizielle „Jobaussteigerin“ in einer Talkshow. Ein schöner Beruf.

2014, erst wollte ich längs durch Deutschland, doch dann bin ich stattdessen den Rheinradweg gefahren. Von der Quelle bis Köln. In der Hoffnung, „als jemand zurückzukehren, der nicht identisch ist mit dem, der weggefahren war.“ Das hat geklappt: Ich bin jetzt jemand, der weiß, dass man Tourenräder auch alleine über Leitplanken wuchten kann. Dass es nicht lohnt, sich selber auszuschimpfen, wenn man sich verfährt. Und dass man auch das Glück mal zählen muss: Der Mann, der mir mit den Speichenbrüchen geholfen hat. Der Radladen in Boppard. Die Tatsache, dass mir das Malheur einen Tag vor Ostersonntag passiert ist. Die nette Dame, die an dem Abend mit mir Riesling getrunken hat.

rhein 482

2014, allein geradelt und allein auf Berge gestiegen. Und dabei auch einmal plötzlich Angst bekommen. Bis ich an die Hand genommen wurde. Dann ging es wieder und ich konnte weitergehen. In diesem Tag im Oktober steckt übrigens ganz viel 2014: Mut zusammennehmen. Mut, sich der Angst zu stellen. Mut, um Hilfe zu bitten. Mut, weiterzumachen. Überhaupt: Nur Mut!

Und, 2014, was ich auch noch sagen muss: Ich bin so so dankbar, für die wundervollen Menschen, die ich kennen darf. Ich bin in diesem Jahr der allergrößte Fan meiner Freunde geworden. Ihr glaubt gar nicht, wie ihr mich unterstützt habt. Ich halte manchmal in Gedanken Reden auf Euch. Danke, nochmal. Immer wieder.

Aber auch Dir, 2014: Danke. Du wirst immer eines der erstaunlichsten Jahre bleiben. Aber Du warst auch ganz schön anstrengend, ich bin jetzt durch. Und freue mich auf 2015. Es wird hoffentlich wild und gut.

Euch allen: Danke fürs Lesen, fürs Teilen, fürs Schreiben! Einen guten Rutsch und Gesundheit und Glück für ein neues Jahr, wünsche ich Euch. Mehr braucht es ja eigentlich nicht.

🙂

einstein

 

 

 

Kategorien:my story

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6 replies »

  1. Liebe Gunda! Mach 2015 weiter so: der Blog inspiriert und gibt Mut- ein wahres Outside-the-box-Denken! Und pass auf dich auf! Liebe Grüße und Alaaf! Katrin

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