von der Liebe I

Bislang ist es mir noch nicht gelungen in dem Text da unten den Kitsch rauszukriegen. Und ja, ich weiß. Die Überschrift ist natürlich noch schlimmer…

Aber als ich vor ein paar Wochen den Blogpost hier angelegt habe, dacht ich, da könnt ich was draus machen. Nur jetzt gerade, da weiß ich nicht mehr,wie. Trotzdem, mal versuchen:

Pfarrer Schnegg (Ihr erinnert Euch?) hat in meinem Gespräch mit ihm von der Liebe gesprochen. Pinzettenhaft hat er es genommen, dieses Wort, und es als Ahnung beschrieben – als etwas Seltenes, dieses „große Wort“, das man außerhalb der romantischen Zweisamkeit lieber nicht, oder eben nur mit Pinzette, anfassen möchte. Sollte. Darf.

Dabei ist „Liebe“ eigentlich kein zartes Wort. Es ist zwar recht hübsch, aber trotzdem kann man es ruhig grob anfassen, denn man muss natürlich auch von den Dingen sprechen, damit man sie sehen kann.

Ist Liebe eine Ahnung, wittern wir sie. Aber Liebe ist auch handfest und sichtbar. Denn man trägt sie ja selbst hinaus in die Welt. Mit Liebe um sich schleudern gehört zu den fiesesten Dingen, die man manchen Zeitgenossen antun kann. Und mit Liebe schauen, mit Liebe sich und anderen den Alltag einrichten, ist so aufsässig, so unverschämt, dass es eigentlich nicht anders geht.

*Kriegt sie die Kurve?*

Was das mit Arbeit zu tun hat, hab ich neulich in der Brauerei erlebt. Joi erklärte mir gerade die Temperaturkurven auf den Gärkellerkarten: Wie die Temperatur anzupassen ist, wie sich der Alkoholgehalt verändert, die Würze. „Und das Tolle“, meinte Joi, „jeder Sud ist da anders. Das ist jedes Mal anders und Du musst jedes Mal neu schauen: Wie mache ich das jetzt am Besten? Und das mag ich eben so derb dran.“

In dem Moment hätte Pfarrer Schnegg genau gewusst, worum es geht, nämlich um die Frage: Gibt es eine Zuneigung zu dem, was ich mache? Bei Joi gibt es die. Und auch wenn ich ahne weiß, dass er das jetzt nicht direkt „d’Lieb“ nennen würde, vielleicht eher: „Du hosch jo nimme alle Latte am Zaun“, hat mich der Moment sehr berührt.

gärkeller von der liebe

A so a gschwollanes Gschwätz

Puh! Wie kann ich denn jetzt diese Liebe, die ich meine, so ausleuchten, dass ihr sie auch seht? Oder taugt das Gärkeller-Beispiel? Oder könnt ihr mir einfach nachsehen, dass ich das grad nicht besser erklärt kriege? Oder ist das gar nicht nötig, weil „Liebe“ ja nur ein kleines Wort ist…Kann/sollte/darf man also damit einfach rumwerfen (tut ja keinem weh?!)?

Ok. Dann also hier jetzt, ganz klein erstmal, eine Botschaft an die Arbeit: Liebe gehört unbedingt dazu!

P.S. A bißle isch immer no‘ besser wie gar nix.

Kategorien:my story

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