fragebogen VI – Anna Sommerer

Anna Sommerer 2014

Name: Anna Sommerer

Alter: 26

Stadt: Bonn

Früherer Berufswunsch : Kunstlehrerin

Websites: Anna’s Label (ponyhut), Facebook, Dawanda

Was machst Du beruflich?

Ich bin Einrichtungsberaterin für dänische Designmöbel und Store Manager Assistent.

Wie sah Dein Ausbildungsweg aus, wie bist Du zu Deinem Beruf gekommen? 

Nach dem Abitur habe ich Produktdesign in Krefeld und Rovaniemi/Finnland studiert und 2011, nach Praktika in Offenbach und Buenos Aires, meinen Bachelor gemacht. In den folgenden Monaten habe ich mal hier und da einen Grafikjob gemacht, mein Label ponyhut langsam aufgebaut und im Bereich Möbeldesign gearbeitet. Auf der Suche nach einer etwas konstanteren Arbeitsstelle bin ich in Köln gelandet und habe dort ein Jahr als Spielzeugverpackungsdesignerin gearbeitet.

Im Anschuss folgten dann wieder einige Monate in denen ich mich fast vollständig auf mein Label konzentriert und auf sehr vielen Märkten verkauft habe. Als sich dann die Frage stellte, ob ich mich wirklich komplett selbstständig machen möchte oder nicht, stolperte ich quasi über die Ausschreibung meines aktuellen Arbeitgebers. Somit war die Entscheidung schnell getroffen, dass es zunächst nicht in die Selbstständigkeit gehen wird. Meine Arbeit selbst war zunächst eine reine Beratungs- und Verkaufsposition, dazu kamen aber in den letzten Monaten das ein oder andere zusätzliche Aufgabengebiet, wie etwa die Organisation von Bestellungen, die Betreuung einer Auszubildenden und weitere Koordinationsaufgaben.

Welche Fähigkeiten muss man für Deinen Beruf mitbringen/ausbilden?

Kreativität ist in jedem Fall sehr wichtig. Mit jeder Kundin, mit jedem Kunden denkt man sich wieder neu in die Wohnräume hinein, um passende Lösungen zu finden. Die Möbel können individuell zusammengestellt und, an Kundenwünsche angepasst, produziert werden. Daher ist ein eine schnelle Auffassungsgabe und ein sicherer Umgang mit dem Computer wichtig, um beispielsweise 3D-Visualisierungen zu erstellen. Wirtschaftliches Denken und mathematische Fähigkeiten sind in jedem Fall auch wichtig.

Was schätzt Du an Deinem Beruf?

Perfekte Kombination aus den Dingen, die mir liegen und die ich mag:

– Umgang mit Menschen

– Kreativität

– Organisation

 Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus, wenn es den denn gibt?

Zum täglichen Geschäft gehört natürlich die ,normale‘ Kundenberatung im Store. Dann kommt es eigentlich immer auf den Tag an: Hausbesuche, Vorbereitung von Kundenpräsentationen, Gespräche mit dem Montage- und Lieferteam, Koordinationen von Bestellungen, Rücksprachen mit Dänemark, Bearbeitung von Reklamationen und Zahlungseingängen…

Gab es einen entscheidenden Moment in Deiner Karriere, der Dich dahin gebracht hat, wo Du jetzt bist?

Das meiste war, so scheint es mir, vom Zufall gelenkt. Dennoch denke ich, dass jede Phase mich in irgendeiner weise weiter und zu dem wo ich jetzt stehe, gebracht hat.

 Was oder wer war in Deiner bisherigen Laufbahn besonders wichtig?

Wichtig war mir eigentlich jede Phase, aber besondern glücklich bin ich über die Zeit, in der ich kurz vor (wenn man ehrlich ist eigentlich schon in) der Selbständigkeit stand. Es war eine sehr schöne Zeit, ich bin gerne von Markt zu Markt gefahren und habe mir unter der Woche meine Zeit selbst einteilen können. Gleichzeitig war es aber auch eine sehr anstrengende und ungewisse Zeit. Ganz platt gesagt empfinde es heute doch als sehr erleichternd, dass an jedem Monatsanfang wieder Geld auf meinem Konto ist.

Was möchtest Du noch lernen?

Ich möchte noch lernen Abends abzuschalten. In meinem Kopf arbeite ich noch sehr oft weiter, denke über Probleme nach, die es tagsüber gab. Da würde ich gerne, mit dem Abschließen des Ladens, eine klarere Linie ziehen können. Ansonsten würde ich gerne mein Spanisch reaktivieren und verbessern.

 Wo soll es noch hingehen? (Soll es noch wo hingehen?)

Es soll in jedem Fall noch weiter gehen, mit 26 fühle ich mich noch relativ frisch im Berufsleben. Genau festlegen möchte ich mich allerdings nicht und bin selbst gespannt, was sich noch alles ergeben wird in den nächsten Jahren.

Gibt es einen Rat, den Du jemandem der in Deinem Beruf erfolgreich sein möchte, mitgeben könntest?

Klingt sehr simpel, aber: „Einfach machen und zeigen, was man kann.“ Auch wenn es mal schwierigere Zeit gibt, die Arbeit keinen Spaß oder Sinn macht. Irgendwie bringt es einen doch immer weiter.

Deine ideale Arbeitswelt?

Zu meiner idealen Arbeitswelt gehört an allererster Stelle Harmonie im Team. Es ist mir unheimlich wichtig, dass ich jeden morgen mit einem guten Gefühl zur Arbeit gehen kann und mich auf das Team freue. Ausserdem machen alle ihre Arbeit gut und zuverlässig. Man kann sich auf einander verlassen, auf die Ergebnisse der anderen immer gut aufbauen und die Kundschaft ist immer nett.

Danke, Anna!

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